Woher kommen die Top 5 Fairtrade Produkte für Deutschland?

Entdecke die Top 5 Fairtrade Produkte und ihre Herkunftsländer

Fairtrade arbeitet mit benachteiligten Kleinbauern und Arbeitern im globalen Süden zusammen, deren Lebenssituation durch gerechteren Handel gestärkt werden soll. Ziel von Fairtrade ist es, den Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden abzubauen. Deutschland spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. Über die letzten Jahre hat sich der deutsche Markt zu dem zweit wichtigsten hinter Großbritannien entwickelt. Der Absatz fair gehandelter Produkte lag 2014 erstmals über der Marke von 800 Mio. Euro. Ein beachtlicher Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch woher stammen unsere fair gehandelten Produkte und welche sind die wichtigsten im deutschen Markt? Wir geben einen Überblick.  

 

Platz 5: Tee aus Indien, Sri Lanka und Südafrika

Die wichtigste Absatzsmethode für Tee auf dem Weltmarkt sind Versteigerungen. Die Preise schwanken und sind je nach Sorte und Region sehr unterschiedlich. Die Arbeiter der Teegärten und Kleinproduzenten bekommen die Nachteile dieses Systems als Erste zu spüren. Fairtrade ermöglicht bessere Arbeitsbedingungen auf den Plantagen und legt Mindestpreise für Produkte fest. Die Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte fördert die Selbstbestimmung der Produzenten, Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Teeproduktion weltweit liegt bei aktuell circa 4,1 Mio. Tonnen. In Deutschland werden allein 18.300 Tonnen Grün- und Schwarztee getrunken, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 26 Litern entspricht. 2014 belief sich der Absatz fair gehandelter Teesorten auf 200 Tonnen, also nur einem Bruchteil des Gesamtverbrauchs. Teesorten mit dem Fairtrade-Siegel stammen hauptsächlich aus Indien (Darjeeling, Assam), Sri Lanka und Südafrika (Rooibos). 

 

Platz 4: Schokolade / Kakao aus der Elfenbeinküste, Ghana und Peru

Auf rund ein Prozent hat sich der Marktanteil von Fairtrade-Kakao in Deutschland gesteigert. Klingt nicht viel, entspricht aber einer Versechsfachung der Menge im Vergleich zum Vorjahr. Durch gute Verkäufe unter dem klassischen Produktsiegel und der Neueinführung des Kakaoprogramms als ergänzender Kooperationsmöglichkeit konnten Produzentenorganisationen 7.590 Tonnen Kakao für den deutschen Markt verkaufen. Zusätzlich zum Einkaufspreis erhalten die Kooperativen 200 Dollar Prämie pro Tonne Kakao. Die Hälfte der Prämie wurde zur Stärkung der Organisationen genutzt, davon 31 Prozent zum Ausbau der Infrastruktur. Dazu gehörten der Bau von Lagerhäusern und Baumschulen, die Anschaffung von Fahrzeugen zum Transport der Ernte oder die Verbesserung von Anlagen zum Trocknen des Kakaos. Investitionen sind ein Schlüssel für bessere Qualität und Produktivität und führen so letztlich zu höheren Einnahmen. Weitere 42 Prozent flossen in direkte Dienstleistungen für Mitglieder, wie landwirtschaftliche Geräte, Training und Kleinkredite. Ein Teil der Prämiengelder wurde bar ausgezahlt. Hauptanbauländer der späteren Schokolade für den deutschen Markt sind die Elfenbeinküste, Ghana und Peru. Weltweit gibt es 130 Kakao-Produzentenorganisationen in 20 Ländern. Ihnen sind 176.600 Mitglieder angeschlossen.

 

Platz 3: Bananen aus Peru, der Dominikanischen Republik und Ecuador

Über 80 Prozent aller Bio-Bananen in Deutschland sind Fairtrade-zertifiziert. Auf den gesamten Bananenmarkt bezogen entspricht dies einem Marktanteil von acht Prozent. Für jede Kiste Bananen erhalten die Produzentenorganisationen einen Mindestpreis und zusätzlich die Fairtrade-Prämie in Höhe von einem US-Dollar. Bei einer Verkaufsmenge in Deutschland von 51.180 Tonnen Bananen 2014 erwirtschafteten die zertifizierten Organisationen über 2 Mio. Euro Prämie. Bei Südfrüchten arbeitet Fairtrade mit Kooperativen und mit Plantagen zusammen. In Kooperativen wurde rund die Hälfte der Prämie in bessere Infrastruktur und Anlagen, Personal und Verwaltung investiert. Weitere 36 Prozent flossen in direkte Leistungen für die Mitglieder. Auf Plantagen investierten die Beschäftigten 65 Prozent in direkte Leistungen wie Unterkünfte und Kleinkredite sowie Stipendien und Schulgebühren für die Kinder der Gemeinschaften. 21 Prozent flossen in Weiterbildungsangebote für Angestellte und Mitglieder des Fairtrade-Prämienkomitees. Wichtigste Anbauländer von Fairtrade-Bananen für den deutschen Markt sind Peru, die Dominikanische Republik und Ecuador. Weltweit gibt es 114 Bananen Organisationen in elf Ländern, etwas über die Hälfte sind Kooperativen. 

Poster-Top-10-Fairtrade-Produkte

 

Platz 2: Blumen aus Äthiopien, Kenia und Ecuador

Seit ihrer Einführung 2005 hat sich Deutschland zum Fairtrade-Rosenland Nr. 1 entwickelt. Blumen aus Fairem Handel sind in über 22.000 Geschäften erhältlich, darunter verschiedene Supermärkte und Blumenfachgeschäfte. 2014 war jede vierte Rose fair gehandelt, es wurden 336 Mio. Stiele verkauft. Die Fairtrade-Prämie wird zusätzlich zum Einkaufspreis gezahlt und beträgt zehn Prozent des Exportpreises. Davon profitieren die überwiegend weiblichen Rosenarbeiterinnen. Sie erhielten durch die Absätze auf dem deutschen Markt 2,1 Mio. Euro Fairtrade Prämie. Geld, das die Beschäftigten vor allem in Bildungsarbeit und Kleinkredite sowie die Verbesserung von Unterkünften investierten. Außerdem wurden Projekte finanziert, von denen die gesamte Gemeinde oder Region profitiert – beispielsweise der Bau oder die Renovierung von Schulen oder der Ausbau der medizinischen Versorgung. Äthiopien, Kenia und Ecuador sind die Hauptlieferländer für Fairtrade-Rosen nach Deutschland. Auf den Blumenfarmen setzt sich Fairtrade für feste Arbeitsverträge, Arbeitsschutz und -sicherheit sowie soziale Absicherung der Beschäftigten ein. Insgesamt profitieren gut 50.000 Menschen auf Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen vom Fairen Handel.

 

Platz 1: Kaffee aus Honduras, Peru und Tansania

2014 wurden 16.500 Tonnen Rohkaffee eingekauft, ein Plus von 18 Prozent. Für die Kaffeebauern, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben und nach Fairtrade-Standards zertifiziert sind, bedeutet das über 60 Mio. Euro Direkteinnahmen, davon über 5 Mio. Euro Prämien. 69 Prozent des in Deutschland verkauften Fairtrade-Kaffees werden zusätzlich unter biologischen Bedingungen angebaut. Hierfür erhalten die Kooperativen einen Bio-Zuschlag. Ein Viertel der Prämie muss bei Kaffee verpflichtend in Qualitäts- und Produktivitätsverbesserung investiert werden. Tatsächlich flossen sogar rund 50 Prozent der Prämiengelder in Infrastruktur, Lagerungs- und Verarbeitungsanlagen und Produktionsprozesse in den Organisationen. Direkte Leistungen für die Mitglieder machten weitere 43 Prozent aus, darunter Direktzahlungen, Kleinkredite und finanzielle Dienstleistungen, technisches Equipment und Fortbildungen. Die wichtigsten Anbauländer für Fairtrade-Kaffee, der auf dem deutschen Markt erhältlich ist, sind Honduras, Peru und Tansania. Weltweit sind 737.000 Kaffeebauern in 439 Fairtrade-Kooperativen in 30 Ländern zusammengeschlossen.

Bei Fair Einkaufen findest du eine ganze Reihe dieser Spezialitäten aus Fairem Handel. Da wir den fairen Genuss erlebbar machen wollen, kannst du bei uns insbesondere Fairtrade Kaffee, Schokolade, Wein und Tee entdecken. All diese Spezialitäten stammen sowohl aus Fairem Handel und rein biologischem Anbau.

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