Amahoro - Erster Bio Fairtrade Kaffee aus Burundi

Der faire Handel schafft Perspektiven im ostafrikanischen Burundi

Erst vor wenigen Jahren haben sich Kleinbauernfamilien nahe der zentral gelegenen Stadt Gitega zur Kaffeegenossenschaft "Mboneramiryango" zusammengeschlossen. Ziel war der Aufbau einer gemeinsamen Nassverarbeitungsanlage und bessere Vermarktungschancen ihres verarbeiteten Kaffees durch die neue Kooperativenstruktur. Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder auf über 700 angewachsen, darunter ein Drittel Frauen - und das Interesse ist ungebrochen groß.

Grund hierfür ist die erfolgreiche Vermarktung des Kooperativen-Kaffees durch den burundischen Kaffeegenossenschaftsverband COCOCA. Zusammen mit der dwp Fairhandelsgenossenschaft hat dieser auch die Fairtrade-Zertifizierung vorangetrieben. Mit dem offiziellen "Kaffee zur Landespartnerschaft Baden-Württemberg mit Burundi" konnte die dwp den ersten fair zertifizierten Kaffee anbieten. Ein notwendiger Schritt für eine erfolgreiche Zukunft der Kleinbauernfamilien, ein positives Beispiel für ganz Burundi und ein wichtiges Symbol für die noch junge Landespartnerschaft.

Armut beenden und Perspektiven schaffen

Seit dem Bau der eigenen Nassverarbeitungsanlage müssen die Bauern der Kooperative nicht länger nur unverarbeitete Kaffeekirschen zu Sammelstellen tragen, wo sie bisher nur Niedrigstpreise erhielten. Durch die neue Wertschöpfung haben die Kleinbauernfamilien alle Voraussetzungen, um hohe Qualitäten und entsprechend gute Preise für ihren Kaffee zu erzielen. Die Durchführung der Fair-Zertifizierung vor Ort und der in 2014 erste Export eines fair gehandelten Kaffees aus Burundi überhaupt, haben positive Veränderungen mit sich gebracht. Die gut 700 Kooperativen-Mitglieder und ihre Familien, insgesamt ca. 5.000 Personen, profitierten erstmals von deutlichen Einkommenssteigerungen durch den Verkauf ihres Kaffees zu fairen Preisen. Um bis zu 80% konnten so die Einnahmen im Vergleich zu früheren Jahren erhöht werden. Für die Kleinbauernfamilien ein wichtiger Schritt zur Beendigung der Armut, übrigens eines von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN.

Ernährung sichern und Klimawandel bekämpfen

In Burundi besitzt eine Familie meist nicht mehr als 0,5 Hektar Land, das jeweils zur Hälfte für den Kaffeeanbau als Einnahmequelle und zur existenziellen Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten genutzt wird. Das aktuelle Förderprogramm der Weltbank für Burundi setzt hingegen darauf, den Kaffeeanbau mit chemischen Düngemitteln weiter zu intensivieren und die Bauern davon zu überzeugen, die für ihre Selbstversorgung notwendigen Kleinstflächen aufzugeben und stattdessen mit Kaffeesträuchern zu bepflanzen. Diese gemäß Weltbank Einkommen schaffende Politik gefährdet die Ernährungssicherheit der Kleinbauernfamilien. 

Die Kooperative ermutigt dagegen die Familien, ihren Maniok in der eigenen Mühle für den Eigenbedarf maheln zu lassen. Auch fördert die Kooperative den Bio-Kaffeeanbau zur Bewirtschaftung der Flächen in Mischkultur. Damit ergänzt sich der Kaffeeanbau zur Einommenssicherung perfekt mit dem Anbau von Früchten zur Eigenversorgung.

Ein immenses Problem in Burundi ist zudem die Bodenerosion von ehemals fruchtbarem Land. Vorangetrieben durch die ungezügelte Abholzung der hügeligen Waldflächen wurden nährstoffreiche Böden durch die starken Regenfälle weggespült und unbrauchbar gemacht. Die dwp setzt mit dem Bio-Anbauverband Naturland, sowie COCOCA als Partner vor Ort genau hier an. Es geht in einem Pilotprojekt um die Umstellung auf ökologischen Kaffeeanbau durch die Mitglieder der Kooperative - ein Novum für Burudi. Der Erfolg ist sichtbar: Inzwischen haben viele Bauern ihr Land mit Schattenbäumen bepflanzt. Diese schützen die Kaffesträucher vor Hitze, binden die vormals lockeren Böden zur Erosionsverhinderung und schaffen durch Aufforstung neue Kapazitäten zur CO2-Aufnahme. Ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, der über das Modellprojekt weitere Kleinbauernfamilien zur Nachahmung bewegen soll.

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Der Café du Burundi besteht ausschließlich aus Arabica-Bohnen und ist eine besondere Kaffeespezialität aus dem ostafrikanischen Land. Er bietet einen milden, ausgewogenen Geschmack mit einer süßen Note von Schokolade und Früchten. Die schonende Langzeitröstung von 17 Minuten reduziert unangenehme Gerbsäuren und macht den Kaffee so bekömmlich. Die angebotenen Kaffee- und Espresso-Röstungen in unterschiedlichen Verpackungsgrößen sind geeignet für Kaffeevollautomaten und alle gängigen Zubereitungsarten. Entdecke jetzt eine Delikatesse aus fairer Partnerschaft!

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