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Fairtrade Kleidung: Die wichtigsten Siegel im Überblick

An den folgenden Siegeln kannst du dich beim Kleidungskauf orientieren.

Erfreulicherweise nimmt das Angebot an fair gehandelten Textilien seit Jahren kontinuierlich zu. Immer mehr Hersteller orientieren sich an sozialen und ökologischen Standards um dadurch die Nachhaltigkeit ihrer Produkte zu verbessern. Damit haben Teile der Modebranche einen ersten Schritt getan um bewussten Konsum zu fördern und die Schnelllebigkeit dieses Industriezweig ein wenig einzudämmen. Im Zuge dessen sind auch eine Reihe neuer Siegel entstanden, die sich zwar allesamt an ähnliche Kriterien halten, jedoch nicht die gleiche Aussagekraft besitzen. Wir geben euch einen Überblick der wichtigsten Siegel und deren Unterschiede.

  

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Das blaue Naturtextil Siegel vergibt der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN). Der IVN setzt dabei sehr hohe Maßstäbe, da die gesamte Wertschöpfungskette in Bezug auf die geltenden Kriterien zertifiziert wird, sprich vom Anbau der Fasern bis hin zum Endprodukt. So sind in allen Herstellungsstufen Chemikalien und synthetische Materialien verboten. Für die Kleidungsstücke sind ausschließlich Naturfasen aus biologischem Anbau zugelassen, wodurch insbesondere die Kreislaufwirtschaft gefördert werden soll. Ebenso verpflichtend für alle Unternehmen in der Lieferkette sind strenge Sozialstandards, die die ILO-Kernarbeitsnormen garantieren (ILO = International Labour Organization). Die Normen beinhalten die Beseitigung der Zwangsarbeit, das Verbot von Kinderarbeit, ein Diskriminierungsverbot und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Das Siegel verwenden aktuell etwa 40 Marken und Produktionsbetriebe, unter anderem Maas Naturwaren, Cotonea oder Engel Sports.

 

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Das wohl bekannteste Fair-Fashion-Siegel ist der GOTS-Standard (Global Organic Textile Standard). Betrachtet wird der gesamte Herstellungsprozess vom Rohstoffanbau bis zum fertigen Kleidungsstück. Vorgaben des GOTS-Standards sind der Verzicht auf besonders gefährliche Chemikalien sowie soziale Standards nach ILO. Allerdings ist das Siegel nicht so streng wie das zuvor beschriebene IVN-Label. So sind nur 70% Naturfasern vorgeschrieben, wodurch 30% recyceltes Polyester beigemischt werden darf. Hinzu kommt dass für die Textilfabriken keine Abwasser- und Klärschlammvorgaben gelten, die zu großen ökologischen Verunreinigungen führen können. Der GOTS-Standard ist somit etwas lückenhaft, jedoch tragen die Vorgaben bereits zu einer deutlichen Verbesserung in der Textilbranche bei. Zu finden ist das Label auf vielen Produkten von Avocadostore, Hess Natur oder Greenality. 

 

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Eine Variante des klassischen Fairtrade Siegels, das auf fair gehandelten Lebensmitteln zu finden ist, stellt das Fairtrade Cotton Label dar. Dieses ist seit 2005 auf Baumwollprodukten zu finden und garantiert gerechte Arbeitsbedingungen und faire Löhne für die Mitarbeiter auf den Baumwollplantagen. Die Fairtrade-Vorgaben für die Produzenten sind deutlich höher als die bereits genannten ILO-Standards, jedoch gelten diese lediglich für den Anbau und nicht für die Unternehmen in den nachfolgenden Verarbeitungsschritten. Zudem wird der Bio-Anbau finanziell gefördert. Textilien mit diesem Siegel müssen zu 100% aus zertifizierter Baumwolle bestehen, womit ein Beimischen von anderen Fasern nicht erlaubt ist. Seit 2016 arbeitet Transfair an der Weiterentwicklung des Textilstandards, um für die gesamte Wertschöpfungskette gerechte Bedingungen zu etablieren.

 

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In Deutschland relativ unbekannt ist das EU-Ecolabel, das zur EU-Blume gehört. Ziel des Siegels sind umweltfreundlichere und gesündere Produkte. Im Fokus steht die Reduzierung von Wasser- und Luftverschmutzung sowie der Verzicht auf schädliche Chemikalien. Zwar sind die Vorgaben recht umfangreich, jedoch die einzelnen Grenzwerte eher niedrig, womit das Siegel eine begrenzte Aussagekraft besitzt. So sind beispielsweise keine Einschränkungen bei den eingesetzten Fasern vorhanden, wodurch auch Recyclingfasern von PET-Flaschen erlaubt sind. Der Standard bedient also eher den Massenmarkt als dass es gezielt Fairtrade Kleidung unterstützt. 

 

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Auf einem ganz anderen Niveau als das EU-Ecolabel spielt dagegen das Siegel der Fair Wear Foundation. Diese setzt sich sehr glaubwürdig für eine Verbesserung der sozialen Standards in der Textilbranche in Zusammenarbeit mit den Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ein. Hauptaugenmerk sind dabei die gerechte Entlohnung der Mitarbeiter und die Verbesserung der sozialen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Jedes Jahr berichtet die Organisation sehr transparent die Fortschritte in den Mitgliedsunternehmen entlang der textilen Kette. Mit dabei sind aktuell etwa 80 Unternemen und ca. 120 Marken, unter anderem Jack Wolfskin, Hess Natur oder Grüne Erde. Das Fair Wear Siegel ist jedoch nicht auf jedem Kleidungsstück der Mitgliedsunternehmen zu finden. Erst nach einer einjährigen Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation und Erfüllung aller Anforderungen an faire Arbeitsbedingungen darf das Siegel auf den Kleidungsstücken angebracht werden. Dem Label kann also eine hohe Aussagekraft in Sachen Fairness attestiert werden, wohingegen keine ökologischen Aspekte betrachtet werden. 

 

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Beim Cradle to Cradle (C2C) Siegel steht die Idee der Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt der Zertifizierung. Dabei sollen möglichst alle verwendeten Materialien "von der Wiege bis zur Wiege" eingesetzt und wiederverwendet werden. Um das zu gewährleisten werden die Rohstoffe unter toxikologischen Gesichtspunkten bewertet und qualifiziert. Ziel des Konzepts ist jeglichen Abfall zu vermeiden, von daher werden die Aspekte Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Einsatz von erneuerbaren Energien und soziale Fairness genau beleuchtet. Die Zertifizierung der Unternehmen erfolgt stufenweise von Basic über Bronze, Silber, Gold bis Platin. Teilnehmende Unternehmen sind beispielsweise der Trikothersteller Trigema (Silber) oder der Reinigungsmittelhersteller Frosch (Gold). Leider werden jedoch nicht die einzelnen Produkte mit dem Siegel gekennzeichnet, weshalb für den Verbraucher der C2C-Ansatz schwer ersichtlich ist.

 

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Das bluesign Siegel beschäftigt sich vor allem mit den im Herstellungsprozess eingesetzten Chemikalien. Es gewährleistet das Verbot von problematischen Chemikalien entlang der gesamten Herstellungskette. Die bluesign-zertifizierten Textilprodukte werden streng auf chemische Rückstände kontrolliert, wobei von Natur- über Synthetik- bis hin zu recycelten Fasern keine Materialgruppe grundsätzlich ausgeschlossen wird. Darunter leidet natürlich das Kreislaufprinzip, jedoch stellt der bluesign-Standard umweltverträglichere Alternativen zur Verfügung. Mit über 500 Lizenznehmern ist das Bluesign-Siegel relativ weit verbreitet, insbesondere bei Outdoor- und Sportbekleidungsherstellern wie Vaude, Puma oder Adidas. 

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